Casino Online mit Bonus ohne Einzahlung in der Schweiz: Was bleibt vom Versprechen
Stand: 30 Oktober 2026 – geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken vom 17. März 2026.

Wer hier nach einem Geschenk sucht, landet zuerst bei einer Aufzählung kostenloser Boni. Wer hier bleibt, lernt den Preis kennen. In der Schweiz ist die Liste der legalen Anbieter kurz, die Werbung um die Anbieter laut und der Abstand zwischen Versprechen und Bedingung oft grösser, als die Startseite vermuten lässt. Dieser Text geht die Konsequenz durch, nicht die Werbung.
Inhaltsverzeichnis
- Warum der «Bonus ohne Einzahlung» in der Schweiz anders aussieht
- Rechtslage: Konzession, Sperrliste, was drauf steht
- Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und was davon bleibt
- Krypto und Anonymität: Warum das hier nicht zusammenpasst
- Der «Bonus ohne Einzahlung»: Was die Schweizer Anbieter wirklich bieten
- Der Willkommensbonus im Detail: Was Jackpots und Mycasino zeigen
- Was der Bonus rechnerisch bedeutet
- Zahlungsmethoden: Was die zehn Anbieter gemeinsam haben
- Spielauswahl: Was die Anbieter im Regal haben
- Verantwortungsvolles Spielen: Die Werkzeuge, die alle bieten
- Besteuerung: Was am Ende übrig bleibt
- Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Überblick
- Detailprofile der zehn Anbieter
- Vergleich der zehn Anbieter nach den entscheidenden Merkmalen
- Häufig gestellte Fragen
Warum der «Bonus ohne Einzahlung» in der Schweiz anders aussieht
Das Geldspielgesetz (BGS), seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, lässt keinen offenen Markt zu. Nur eine Schweizer landbasierte Spielbank mit einer eidgenössischen Konzession darf überhaupt ein Online-Casino betreiben – als Erweiterung ihrer terrestrischen Konzession, nicht als eigenständige Lizenz. Die Aufsicht darüber führt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK).

Im Ergebnis gibt es in der Schweiz genau zehn konzessionierte Online-Spielbanken, keine mehr und keine weniger. Jede ist die digitale Verlängerung eines landbasierten Casinos: Grand Casino Bern, Grand Casino Luzern, Casino Lugano, Casino Davos, Grand Casino Baden, Casino Pfäffikon, Casino Interlaken, Casino Meyrin, Casino Mendrisio und Casino Locarno. Alle anderen Marken, die einem auf einer Werbekause in den Suchergebnissen begegnen, sind nicht von der ESBK zugelassen.
Die landbasierte Bindung ist nicht ein nostalgisches Detail. Sie bedeutet, dass die gleichen Sozialkontrakte, die gleichen Spielsperren und die gleichen Auszahlungswege gelten, die auch in der Spielbank um die Ecke Anwendung finden. Wer in der Schweiz Casino spielt, spielt im selben Haus, nur mit einem anderen Eingang.
Die Konsequenz für den «Bonus ohne Einzahlung»: Reine No-Deposit-Boni, also Bargeld oder Freispiele, die ohne eine vorherige Einzahlung gutgeschrieben werden, sind im ESBK-Raum faktisch selten, weil das Sozialkonzept und die Pflicht zur Identitätsprüfung eine Einzahlung als Voraussetzung für ein echtes Spielerkonto in den meisten Fällen mit sich bringen. Was angeboten wird, sind Einzahlungsboni mit gestaffelten Paketen, Freispiele als Zugabe zu einer Mindesteinzahlung, oder Aktionen für bestehende Konten. Der Begriff «ohne Einzahlung» wird im Markt verwendet, aber das, was die zehn konzessionierten Häuser tatsächlich ausloben, folgt anderen Regeln als die Werbung in den Suchergebnissen suggeriert.
Rechtslage: Konzession, Sperrliste, was drauf steht
Die Spielbankenwahl: konzessioniert oder gesperrt. Dazwischen gibt es in der Schweiz nichts.

Die ESBK führt eine öffentliche Liste der zugelassenen Online-Spielbanken. Wer dort nicht auftaucht, ist nicht zugelassen – auch wenn die Seite professionell aussieht, ein Schweizer Impressum trägt und Franken akzeptiert. Die Liste ist die einzige verlässliche Referenz. Sie wird regelmässig aktualisiert und enthält neben der Konzession auch das Datum, ab dem die Online-Erlaubnis gilt.
Die Sperrliste: Das BGS erlaubt dem Bund, unerlaubte Angebote auf eine Sperrliste zu setzen. Die Folge ist eine DNS-Sperre, also dass die Seite in der Schweiz nicht ohne Weiteres aufgerufen werden kann. Per Anfang 2026 sind mehrere ausländische Marken auf dieser Liste, und die ESBK aktualisiert sie, wenn neue Anbieter in den Markt drängen.
Die rechtliche Wirkung der Sperrliste richtet sich gegen den Anbieter, nicht gegen den Spieler. Wer auf einer gesperrten Seite spielt, wird in der Schweiz nicht strafrechtlich verfolgt, so die ESBK. Aber: Es gibt keinerlei Schutz. Auszahlungen erfolgen nach den Regeln des Anbieters, Streitigkeiten müssen nach dem Recht des Anbieterlandes ausgetragen werden, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, die eingreift, wenn etwas schiefgeht. Gewinne aus einem nicht konzessionierten Angebot sind zudem bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und was davon bleibt
Die landbasierte Bindung hat eine zweite Konsequenz, die für den Spieler unmittelbar wichtig ist: das Sozialkonzept.
Jedes konzessionierte Casino muss ein anerkanntes Sozialkonzept betreiben. Dazu gehören verpflichtende Identitätsprüfung, die Möglichkeit, eigene Limits für Einzahlungen, Verluste und Spielzeit zu setzen, sowie die Spielsperre, die in der ganzen Schweiz und seit Januar 2025 auch in Liechtenstein gilt. Die Sperre wird zentral registriert; ein Antrag bei einem Anbieter sperrt für alle.
Die Spielsperre wird ausgesprochen, wenn ein Casino erkennt, dass die finanziellen Verhältnisse einer spielenden Person die Einsätze nicht tragen. Wer hohe Einsätze spielt oder häufig spielt, muss daher früher oder später einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse vorlegen. Ohne Unterlagen oder bei unzureichenden Verhältnissen wird die Person gesperrt. Das ist keine Drohung, sondern die dokumentierte Praxis der konzessionierten Häuser.
Die Konsequenz: Anonym spielen ist in der Schweiz ausgeschlossen. Wer ein Konto eröffnet, muss sich ausweisen. Wer ein Bonusangebot annimmt, hinterlässt Spuren. Wer später eine Spielsperre beantragen will, muss erneut einen Ausweis vorlegen. Das ist der Preis des regulierten Marktes, und er ist im Vergleich zu unregulierten Seiten der Schutz, der am Ende zählt.
Krypto und Anonymität: Warum das hier nicht zusammenpasst
Die Werbung vieler Offshore-Casinos verspricht Anonymität und Krypto-Einzahlungen. Beides ist mit der ESBK-Lizenz nicht vereinbar.
Die zehn konzessionierten Schweizer Online-Casinos akzeptieren keine Kryptowährungen. Die Zahlung läuft in Schweizer Franken, über TWINT, PostFinance, Kreditkarten, Apple Pay, paysafecard oder Banküberweisung. Anonym geht das nicht: Jede Einzahlung erfolgt über einen namentlich zugeordneten Weg, jede Auszahlung muss auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto erfolgen, das auf den eigenen Namen lautet.
Wer auf Anonymität Wert legt, hat in der Schweiz keine legale Option. Wer darauf verzichten kann, bekommt im Gegenzug einen Rechtsrahmen, der bei Streitigkeiten funktioniert und der die Auszahlung garantiert. Beides gleichzeitig gibt es hier nicht.
Der «Bonus ohne Einzahlung»: Was die Schweizer Anbieter wirklich bieten
Die Prämie, die auf der Werbeseite «ohne Einzahlung» heisst, ist im ESBK-Raum zumeist eine Einzahlungsprämie mit gestaffeltem Willkommenspaket, kombiniert mit Freispielen als Zugabe. Das Muster ist über alle zehn Anbieter ähnlich: Eine erste Einzahlung wird zu einem bestimmten Prozentsatz verdoppelt, eine Schwelle liegt bei 100 Franken oder höher, Freispiele werden auf ausgewählten Spielen gutgeschrieben und sind zeitlich befristet. Reine Bargeldboni ohne Einzahlung sind selten, weil das Sozialkonzept dem entgegensteht.
Der Mechanismus, der die Prämie von der Auszahlung trennt, ist die Umsatzbedingung. Bei Spielautomaten muss der Bonusbetrag typischerweise 30- bis 35-fach umgesetzt werden, bei Tischspielen liegt der Faktor deutlich höher. Bei manchen Anbietern gilt eine Frist von 30 Tagen nach Aktivierung, bei anderen ein Monat. Wer diese Frist verpasst, verfällt den Bonus und die mit ihm erzielten Gewinne.
Die Konsequenz: Wer den Bonus annimmt, akzeptiert eine mehrwöchige Spielphase, in der das eigene Geld und der Bonus vermischt auf dem Konto liegen. Eine Auszahlung vor Erfüllung der Umsatzbedingung ist nicht möglich. Wer vorher auszahlt, verliert den Bonus und in der Regel auch die damit erzielten Gewinne.
Der Willkommensbonus im Detail: Was Jackpots und Mycasino zeigen
Zwei Beispiele aus den Faktentabellen der ESBK-konzessionierten Anbieter zeigen, wie eng die Werbung am tatsächlichen Angebot bleibt und wo sie es nicht tut.
Jackpots bietet Neukunden auf die ersten vier Einzahlungen einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200 sowie 200 Freespins. Die erste Einzahlung wird zu 100 Prozent bis CHF 700 verdoppelt. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100 vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb einer Frist von standardmässig einem Monat.
Mycasino bietet Neukunden einen Willkommensbonus von 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis CHF 300 sowie 200 Freispiele im Wert von je CHF 0.10. Die Aktivierung muss innerhalb von sieben Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10 erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen nach Aktivierung 35-mal umgesetzt werden. Die Freispiele unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Die Zahlen sind nicht zufällig. Die Verdopplung auf 100 Prozent ist Standard, die Schwelle zwischen 300 und 700 Franken markiert die Spanne, in der sich die Schweizer Anbieter bewegen, die 30- bis 35-fache Umsatzbedingung liegt über dem, was Spielerinnen und Spieler aus unregulierten Märkten gewohnt sind, und die Frist von 30 Tagen ist kurz genug, dass ein Bonus bei gelegentlichem Spiel verfällt. Wer eines dieser Angebote annimmt, sollte die Zahlen kennen, bevor er die Einzahlung macht.
Was der Bonus rechnerisch bedeutet
Die Rechnung, die jeder Bonus auslöst, ist eine Statistik, kein Gewinnversprechen.
Nehmen wir ein Beispiel, das sich an den Willkommensboni der konzessionierten Schweizer Anbieter orientiert: Ein Bonus von CHF 300, eine Umsatzbedingung von 35-fach bei Spielautomaten, ein durchschnittlicher RTP von rund 95 Prozent. Der erforderliche Umsatz liegt bei 300 × 35 = 10’500 Franken. Bei einem RTP von 95 Prozent beträgt der erwartete Verlust aus diesem Umsatz rund 525 Franken.
Die Rechnung geht von einer mittleren Spielphase aus, nicht von einem konkreten Abend. Sie setzt voraus, dass nur der Bonus umgesetzt wird und keine weiteren Einzahlungen dazukommen. Sie sagt nichts über das Ergebnis eines einzelnen Spielers, das sehr weit nach oben oder unten abweichen kann. Wer einen Bonus von 300 Franken annimmt, spielt nicht 300 Franken, sondern 10’500 Franken an Einsatz, und die Bank nimmt davon im Schnitt ihren Anteil.
Die Bandbreite, in der sich diese Rechnung bewegt, ist schmal: Bei einem 30-fachen Faktor liegt der erforderliche Umsatz bei 9’000 Franken, der erwartete Verlust bei rund 450 Franken. Bei einem 40-fachen Faktor liegt er bei 12’000 Franken beziehungsweise 600 Franken. Der Bonus auf dem Papier unterscheidet sich vom Bonus auf dem Konto um diesen Betrag.
Wer mit kleinerem Budget spielt, sieht das schneller. Wer 100 Franken Bonus nimmt, muss 3’500 Franken umsetzen und verliert davon im Schnitt 175 Franken, bevor der Bonus. Wer 500 Franken nimmt, muss 17’500 Franken umsetzen und verliert davon im Schnitt 875 Franken.
Die Rechnung hilft, die Werbung in Zahlen zu übersetzen. Sie ersetzt nicht das eigene Urteil.
Zahlungsmethoden: Was die zehn Anbieter gemeinsam haben
Alle zehn konzessionierten Online-Casinos in der Schweiz akzeptieren ähnliche Zahlungsmethoden. Die Liste ist kurz, weil die Schweizer Zahlungsinfrastruktur kurz ist: TWINT, PostFinance, Kreditkarten, Apple Pay, paysafecard, Banküberweisung – das ist im Wesentlichen der Rahmen, in dem sich die Anbieter bewegen.
Die Mindesteinzahlung liegt durchgehend bei CHF 10. Bei 7melons ist PostFinance bis zu einem Höchstbetrag von CHF 100’000 möglich. Bei Swiss4win erfolgt die Gutschrift sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Bei Casino777 werden keine Einzahlungsgebühren erhoben. Bei Starvegas gehört auch Skrill/Neteller zum Angebot. Bei Pasino sind auch Neteller und Skrill verfügbar, der Mindestbetrag für eine Auszahlung beträgt sogar nur CHF 0.01.
Die Auszahlungsseite ist enger. Bei Jackpots erfolgt die Auszahlung ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet; Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode und benötigt ein bis zwei Werktage. Bei Mycasino dauern Auszahlungen in der Regel ein bis drei Werktage, abhängig vom Wochentag, der Uhrzeit und der Bank. Bei Mycasino werden keine Gebühren für Ein- oder Auszahlungen erhoben.
Die Konsequenz: Wer ein Konto bei einem ESBK-Anbieter eröffnet, bindet sich an Schweizer Zahlungswege. Wer eine ausländische Karte oder ein Revolut-Konto einzahlen will, hat bei den meisten Anbietern Pech. Die Auszahlung erfolgt immer auf ein Schweizer Konto, immer auf den eigenen Namen.
Spielauswahl: Was die Anbieter im Regal haben
Die Spielauswahl variiert zwischen 2’500 und über 3’000 Titeln. Jackpots bietet über 2’500 Casino-Spiele, Mycasino über 3’000. Das Live-Casino wird bei beiden unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert, bei Mycasino zusätzlich von Hacksaw Gaming und Greentube.
Die Bandbreite an Providern ist gross, das Volumen an Spielen ist vergleichbar mit dem, was internationale Anbieter bieten. Der Unterschied liegt im Kleingedruckten: Spiele, die nicht für den Schweizer Markt zugelassen sind, werden auch nicht angeboten, und Freispiele sind an eine Auswahl von Spielen gebunden, die der Anbieter festlegt. Wer einen Bonus annimmt, spielt daher nicht unbedingt das Spiel seiner Wahl, sondern das Spiel, das im Kleingedruckten steht.
Verantwortungsvolles Spielen: Die Werkzeuge, die alle bieten
Alle zehn Anbieter müssen die Werkzeuge anbieten, die das Sozialkonzept vorschreibt. Dazu gehören Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, Selbsttests, Spielpausen und die freiwillige Spielsperre.
Bei Jackpots kann eine Spielpause zwischen 15 Minuten und maximal 6 Monaten festgelegt werden, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Spielerinnen und Spieler können ein Einzahlungslimit für einen selbst gewählten Zeitraum festlegen, zum Beispiel ein wöchentliches Limit von CHF 50. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen ab 18 Jahren mit einem verifizierten und aktiven Spielerprofil.
Bei Mycasino werden für die Beantragung einer freiwilligen Spielsperre eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments verlangt: Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis.
Die Werkzeuge existieren, sie werden auch genutzt. Die Frage ist, wie früh. Wer erst dann ein Limit setzt, wenn das Konto leer ist, hat den Mechanismus verfehlt.
Besteuerung: Was am Ende übrig bleibt
Gewinne aus einem Schweizer konzessionierten Online-Casino sind bis zu einem Betrag von rund einer Million Franken steuerfrei. Für das Jahr 2026 liegt die Schwelle inflationsindexiert bei etwa 1,07 Millionen Franken. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf den überschiessenden Betrag an.
Gewinne aus nicht konzessionierten Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Das ist die rechtliche Konsequenz, die viele Werbeversprechen unterschlagen. Wer auf einer ausländischen Seite spielt und gewinnt, muss den Gewinn in der Steuererklärung angeben, unabhängig von der Höhe.
Die Konsequenz: Wer in der Schweiz konzessioniert spielt, hat im Normalfall keine steuerlichen Folgen. Wer im Ausland spielt, hat sie immer. Die Lizenz ist daher auch eine Steuerfrage.
Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Überblick
| Online-Casino | Trägerschaft (landbasiert) | Online seit | Bonusstruktur |
|---|---|---|---|
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | k. A. |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | 100 % bis CHF 300 + 200 Freespins |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | k. A. |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | k. A. |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | Bis CHF 2’200 + 200 Freespins über 4 Einzahlungen |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | k. A. |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | k. A. |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | k. A. |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | k. A. |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | k. A. |
Die Spalte «Bonusstruktur» zeigt für die meisten Anbieter keine Zahl. Die Recherche trägt für Mycasino und Jackpots vollständige Werte, für die übrigen acht nicht. Das ist die ehrliche Lesart: Die konzessionierten Anbieter haben alle ein Willkommensspiel, aber nur zwei davon legen ihre Bedingungen offen genug, dass sie sich in einer Zeile zusammenfassen liessen.
Detailprofile der zehn Anbieter
Jackpots
Die Willkommensprämie staffelt sich über vier Einzahlungen und erreicht insgesamt bis zu CHF 2’200 plus 200 Freespins, wobei die erste Einzahlung zu 100 Prozent bis CHF 700 verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100 vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb einer Frist von standardmässig einem Monat. Mit über 2’500 Spielen und einem Live-Casino von Evolution und Pragmatic Play gehört Jackpots zu den grösseren Angeboten im Markt. Die Auszahlung erfolgt ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; die Banküberweisung dauert ein bis zwei Werktage, ist also die langsamste Auszahlungsmethode. Für TWINT-Einzahlungen fallen keine Gebühren an, die Verarbeitung erfolgt sofort.
Der Bonus ist grosszügig im Vergleich zu dem, was andere ESBK-Anbieter kommunizieren, aber er ist an eine hohe Einzahlungsschwelle für die Freespins gekoppelt und an eine Umsatzbedingung, die bei Tischspielen praktisch unerfüllbar ist. Für Spielautomaten-Spieler mit mittlerem Budget ist das Angebot eines der ernsteren im Markt.
Mycasino
Der Willkommensbonus beträgt 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis CHF 300 plus 200 Freispiele im Wert von je CHF 0.10. Die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10 erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen nach Aktivierung 35-mal umgesetzt werden. Die Freispiele unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig. Mit über 3’000 Spielen und einem Live-Casino von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming ist die Spielauswahl die breiteste unter den ESBK-Anbietern. Auszahlungen dauern ein bis drei Werktage, es fallen weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren an. Für die freiwillige Spielsperre wird eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments verlangt.
Der 35-fache Umsatzfaktor ist über dem Marktschnitt. Wer mit Spielautomaten spielt, schliesst die Bedingung in etwa vier Wochen durchschnittlicher Aktivität ab. Die Freispiele ohne Umsatzbedingung sind im Markt selten und gleichen den höheren Faktor teilweise aus.
7melons
7melons ist die Online-Erweiterung des Grand Casino Bern und seit dem 15. September 2020 als Online-Casino konzessioniert. Für Einzahlungen akzeptiert 7melons TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und paysafecard. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 10, bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000. Ein Willkommensbonus ist Teil des Angebots, aber die genauen Konditionen sind in der verfügbaren Dokumentation nicht ausgewiesen.
Der Fokus liegt klar auf dem bargeldlosen Zahlungsverkehr, mit einer breiten Palette an Schweizer und internationalen Methoden. Wer einen Anbieter mit hohem Einzahlungslimit sucht, findet es hier.
Swiss4win
Swiss4win ist die Online-Erweiterung von Casino Lugano und seit dem 1. März 2021 konzessioniert. Swiss4win bietet TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von CHF 10 ohne Zusatzgebühren an, die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist.
Die Betonung von TWINT ist ungewöhnlich klar und zeigt, wo der Anbieter seinen Schwerpunkt wählt. Für Spielerinnen und Spieler, die mit TWINT einzahlen, ist die Geschwindigkeit der Gutschrift ein Vorteil gegenüber Anbietern, die längere Bearbeitungszeiten haben.
Casino777
Casino777 ist die Online-Erweiterung des Casino Davos und seit dem 9. September 2019 konzessioniert. Für Einzahlungen akzeptiert Casino777 Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung, ohne Einzahlungsgebühren.
Die Breite der akzeptierten Methoden gehört zu den weitesten im ESBK-Raum, und das Fehlen von Gebühren auf Einzahlungen ist im Markt nicht selbstverständlich.
Swisscasinos
Swisscasinos ist die Online-Erweiterung von Casino Pfäffikon und seit dem 2. September 2019 konzessioniert. Für Einzahlungen akzeptiert Swisscasinos Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung.
Die Aufnahme von Diners Club und Discover ist ungewöhnlich und zeigt einen internationaleren Ansatz bei den Kartenakzeptanten. Für Spielerinnen und Spieler mit entsprechenden Karten entfällt der Umweg über eine Schweizer Karte.
Starvegas
Starvegas ist die Online-Erweiterung von Casino Interlaken und seit dem 24. Februar 2020 konzessioniert. Für Einzahlungen akzeptiert Starvegas VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.
Die Aufnahme von Skrill und Neteller unter den akzeptierten Methoden ist ungewöhnlich im ESBK-Raum und macht Starvegas für Spielerinnen und Spieler interessant, die diese E-Wallets gewohnt sind.
Pasino
Pasino ist die Online-Erweiterung von Casino Meyrin und seit dem 16. November 2020 konzessioniert. Für Einzahlungen akzeptiert Pasino Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10, der Mindestbetrag für eine Auszahlung CHF 0.01.
Der sehr niedrige Mindestbetrag für Auszahlungen ist im Markt ungewöhnlich und macht Pasino attraktiv für Spielerinnen und Spieler mit kleinen Kontoständen, die ihr Restguthaben flexibel auszahlen lassen wollen.
Admiral
Admiral ist die Online-Erweiterung von Casino Mendrisio und seit dem 16. Juli 2025 konzessioniert. Admiral bietet für Einzahlungen und Auszahlungen Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint an.
Admiral ist einer der jüngeren ESBK-Anbieter und gehört zur Novomatic-Gruppe. Die Kombination aus Skrill, Neteller und Twint ist im Markt nicht häufig.
Casineo
Casineo ist die Online-Erweiterung von Casino Locarno und seit dem 17. März 2026 konzessioniert. Bei Casineo beträgt die Mindesteinzahlung für alle Einzahlungsmethoden CHF 10; zu den Zahlungsmethoden gehören TWINT, Kreditkarten und PostFinance.
Casineo gehört zu den jüngsten ESBK-Anbietern und ist entsprechend mit weniger dokumentierten Details ausgestattet. Die Mindesteinzahlung von CHF 10 entspricht dem Marktschnitt.
Vergleich der zehn Anbieter nach den entscheidenden Merkmalen
| Anbieter | Landbasiertes Casino | Online seit | Willkommensbonus | Anzahl Spiele |
|---|---|---|---|---|
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | – | – |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | 100 % bis CHF 300 + 200 FS | 3’000+ |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | – | – |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | – | – |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | Bis CHF 2’200 + 200 FS | 2’500+ |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | – | – |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | – | – |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | – | – |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | – | – |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | – | – |
Der Emstrich in den Spalten ohne Daten ist kein Versäumnis der Tabelle, sondern die dokumentierte Lücke: Die ESBK-Liste bestätigt die Lizenz, die Spielauswahl ist in der verfügbaren Dokumentation nicht für jeden Anbieter beziffert, und der Willkommensbonus ist nur für zwei der zehn Anbieter vollständig dokumentiert. Wer eine konkrete Auskunft zu einem Anbieter braucht, muss dessen Website besuchen.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Online-Casino mit Bonus ohne Einzahlung in der Schweiz legal?
In der Schweiz sind nur die zehn ESBK-konzessionierten Online-Spielbanken legal. Reine No-Deposit-Bargeldboni sind in diesem Markt selten und mit den Pflichten des Sozialkonzepts schwer vereinbar. Was angeboten wird, sind Einzahlungsboni mit gestaffelten Paketen und Freispiele als Zugabe zu einer Mindesteinzahlung. Die Bedingungen dieser Boni unterliegen dem BGS und der ESBK-Aufsicht. Auf nicht konzessionierten Seiten zu spielen ist keine Straftat für den Spieler, aber jeder Schutz und die Steuerfreiheit entfallen.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Das einzige verlässliche Merkmal ist die ESBK-Liste der zugelassenen Online-Spielbanken, die auf der Website der ESBK öffentlich einsehbar ist. Eine Schweizer Adresse, ein Schweizer Impressum oder die Annahme von Franken allein sind keine hinreichenden Merkmale. Wer auf der Liste steht, ist zugelassen. Wer nicht auf der Liste steht, ist es nicht. Die zehn ESBK-Anbieter sind alle die Online-Erweiterung eines landbasierten Schweizer Casinos mit eidgenössischer Konzession.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre kann freiwillig beantragt oder von einem Casino ausgesprochen werden, wenn die finanziellen Verhältnisse einer spielenden Person die Einsätze nicht tragen. Die Sperre gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und seit Januar 2025 auch in Liechtenstein. Für die Beantragung wird eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments verlangt, etwa Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur wenn der Grund der Sperre nicht mehr besteht. Casinos müssen zudem eigene Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits anbieten, die Spielerinnen und Spieler selbst setzen können.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus einem Schweizer konzessionierten Online-Casino sind bis zu einem Betrag von rund einer Million Franken steuerfrei. Für das Jahr 2026 liegt die Schwelle inflationsindexiert bei etwa 1,07 Millionen Franken. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf den überschiessenden Betrag an. Gewinne aus nicht konzessionierten oder ausländischen Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung angegeben werden. Für eine verbindliche Auskunft im Einzelfall ist ein Steuerberater die richtige Adresse.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Ausländische Casino-Seiten, die in der Schweiz ohne Konzession Geldspiele anbieten, werden vom Bund auf die Sperrliste gesetzt. Die Folge ist eine DNS-Sperre, die den Aufruf der Seite aus der Schweiz unterbindet. Die rechtliche Wirkung richtet sich gegen den Anbieter, nicht gegen den Spieler: Wer auf einer gesperrten Seite spielt, wird in der Schweiz nicht strafrechtlich verfolgt, so die ESBK. Es gibt aber keinen Schweizer Schutz: Auszahlungen erfolgen nach den Regeln des Anbieters, Streitigkeiten werden nach ausländischem Recht ausgetragen, und Gewinne sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
Die zehn ESBK-konzessionierten Anbieter akzeptieren ähnliche Methoden: TWINT, PostFinance, Kreditkarten, Apple Pay, paysafecard und Banküberweisung. Einige akzeptieren zusätzlich Skrill, Neteller oder Diners Club und Discover. Die Mindesteinzahlung liegt durchgehend bei CHF 10. Kryptowährungen werden von keinem ESBK-Anbieter akzeptiert. Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind bei den meisten Anbietern ausgeschlossen. Die Bearbeitungsdauer liegt je nach Methode zwischen sofort (TWINT) und ein bis drei Werktagen (Banküberweisung). Gebühren für Ein- oder Auszahlungen werden von mehreren, aber nicht allen Anbietern erhoben.
Den vollständigen Überblick gibt unser Vergleich der Online-Casinos mit Schweizer Lizenz.
Alle Beiträge dieses Bereichs stehen unter Bonusarten bei lizenzierten Anbietern.
