100 Freispiele ohne Einzahlung in der Schweiz: Was das Angebot tatsächlich kostet
Stand: 30 September 2026 — geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken vom 17. März 2026.

Inhaltsverzeichnis
- Die Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt 100 Freispiele anbieten darf
- Spielerschutz: Spielsperre, Identitätsprüfung und selbst gesetzte Limiten
- Was 100 Freispiele ohne Einzahlung in der Praxis sind
- Zehn Schweizer Online-Casinos im Überblick
- Freespin-Angebote bei Jackpots.ch und Mycasino.ch
- Zahlungsmethoden und Auszahlungswege
- Die steuerliche Seite: Bis zur Freigrenze steuerfrei
- Wie der Vergleich mit der Leseerwartung steht
- Fazit: Was das Angebot tatsächlich kostet
- Häufig gestellte Fragen
Die Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt 100 Freispiele anbieten darf
Seit dem 1. Januar 2019 regelt das Geldspielgesetz (BGS) die Schweizer Glücksspiellandschaft. Die zentrale Bestimmung für Online-Casinos: Eine Konzession für ein Internet-Angebot erhält nur, wer bereits über eine landbasierte Konzession verfügt. Das heisst, ein Online-Casino entsteht immer als Erweiterung eines terrestrischen Spielbetriebs, nicht als eigenständiges Produkt. Wer im Ausland sitzt und Schweizer Spielerinnen und Spieler bedient, macht sich strafbar; die ESBK führt eine Sperrliste, und die Anbieter auf dieser Liste werden unter Art. 86 BGS direkt auf DNS-Ebene blockiert.
Die Aufsicht über die Online-Casinos liegt bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Sie veröffentlicht eine Liste aller zugelassenen Anbieter mit Datum der Online-Erweiterung. Am 17. März 2026 waren exakt zehn Marken gelistet. Diese Zahl ist nicht gewachsen oder geschrumpft, weil die Konzessionsstruktur sie begrenzt: Für jede Online-Erweiterung muss ein terrestrisches Casino die Voraussetzungen erfüllen, und das dauert. Bei Admiral etwa erhielt die Erweiterung erst am 16. Juli 2025, Casineo am 17. März 2026 desselben Jahres. Die übrigen Anbieter sind seit 2019 und 2020 online.

Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Wer ein Konto bei einem dieser zehn Anbieter eröffnet, spielt unter Schweizer Aufsicht, in Schweizer Franken, mit Schweizer Zahlungsmitteln und mit dem vollen Spielerschutzregime. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keine dieser Sicherheiten. Die ESBK formuliert es so, dass Spielerinnen und Spieler nicht strafrechtlich verfolgt werden, aber «auf eigenes Risiko» spielen. Konkret heisst das: keine Spielsperre, die im Inland respektiert wird, keine Beschwerdestelle, kein Sozialkonzept des Anbieters, und Gewinne sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig, weil keine Verrechnungssteuer im Inland abgeführt wurde.
Eine letzte Eigenheit des Marktes: Werbung darf nach Art. 74 BGS nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Es gibt keine zahlenmässige Obergrenze für Boni, aber jedes Angebot muss diesen Werberegeln standhalten. Das schlägt sich in der Praxis nieder, weil kein Anbieter mit «gratisem Geld» wirbt, das er nicht auch wirklich vergibt.
Spielerschutz: Spielsperre, Identitätsprüfung und selbst gesetzte Limiten
Der Spielerschutz gehört zum Pflichtprogramm jedes ESBK-lizenzierten Anbieters und ist nicht optional. Drei Mechanismen greifen ineinander.

Die Spielsperre. Sie ist die schärfste Massnahme: Wer sie einmal beantragt hat, ist für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und, seit dem 7. Januar 2025, auch im Fürstentum Liechtenstein gesperrt. Für ein Angebot mit 100 Freispielen ohne Einzahlung bedeutet das: Eine gesperrte Person kann dieses Angebot nicht aktivieren, das Konto wird gar nicht erst freigegeben, und Versuche, es dennoch zu nutzen, werden abgelehnt. Die Spielsperre wird frühestens nach drei Monaten aufgehoben, und auch dann nur, wenn der Sperrgrund entfällt. Bei Mycasino etwa verlangt die Aufhebung eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweises.
Die finanzielle Überprüfung. Die Sozialkonzepte der Anbieter verlangen, dass bei häufigem Spiel oder hohen Einsätzen ein Nachweis der wirtschaftlichen Verhältnisse erbracht wird. Wer keine Unterlagen vorlegt oder dessen finanzielle Situation das beabsichtigte Spiel nicht trägt, wird gesperrt. Diese Massnahme betrifft vor allem High Roller, aber sie zeigt, dass die Lizenz keine bedingungslose Spielteilnahme erlaubt.
Die selbst gesetzten Limiten. Jeder Anbieter erlaubt es, vor der ersten Einzahlung Schranken zu setzen. Jackpots etwa nennt als Beispiel ein wöchentliches Einzahlungslimit von 50 Franken, das die Spielerin oder der Spieler selbst festlegt. Mycasino bietet Einzahlungs-, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, einen Selbsttest, Spielpausen und die freiwillige Spielsperre. Bei Jackpots sind Spielpausen zwischen 15 Minuten und 6 Monaten möglich, wahlweise für alle Angebote oder nur einzelne Kategorien. Die Identitätsprüfung ist obligatorisch: Anonyme Teilnahme ist ausgeschlossen, volljährig (ab 18) muss man sein, das Profil muss verifiziert und aktiv sein.
Diese Schutzarchitektur ist ein Grund, warum die Spins ohne Einzahlung in der Schweiz selten ein Weg zu schnellem Geld sind. Wer gesperrt ist, kommt nicht rein. Wer spielt, hinterlässt Spuren, die bei Bedarf überprüft werden. Wer eigene Limiten setzt, schränkt sich selbst ein, bevor das Angebot überhaupt aktiviert wird.
Was 100 Freispiele ohne Einzahlung in der Praxis sind
In der Schweiz sind die 100 Freispiele ohne Einzahlung eine Unterform des Willkommensbonus, der an die erste oder eine Mindesteinzahlung gebunden ist. Die Werbung spricht von «gratis», das Kleingedruckte macht aus dem Gratis eine Vorleistung mit Auflagen.
Die Mechanik. Wer sich bei einem ESBK-Anbieter neu registriert und das Konto verifiziert, kann ein Freispielpaket erhalten. Bei Jackpots sind die 200 Freespins des Willkommenspakets ab einer Mindesteinzahlung von 100 Franken verfügbar und nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Bei Mycasino.ch gehört zum 100%-Bonus bis 300 Franken ein Paket von 200 Freispielen, aktiviert durch eine Mindesteinzahlung von 10 Franken innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung. Diese 200 Freispiele sind je 10 Rappen wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Die Spannweite ist also enorm. Das eine Angebot aktiviert sich mit 100 Franken, das andere mit 10, das eine hat eine Umsatzbedingung, das andere keine, das eine hält 72 Stunden, das andere einen Monat. Wer nur die Zahl «200 Freispiele» liest, bekommt davon nichts mit.
Die Umsatzbedingungen. Das ist der Hebel, an dem aus einem scheinbaren Geschenk eine Aufgabe wird. Bei Jackpots beträgt die Umsatzbedingung für Boni das 30-Fache des Bonusbetrags an Spielautomaten und das 300-Fache an Tischspielen, umzusetzen innerhalb eines Monats. Wer also 100 Franken Bonus erhält, müsste an Slots 3’000 Franken Einsatz produzieren, bevor eine Auszahlung möglich wird, an Tischspielen das Zehnfache.
Bei Mycasino.ch liegt die Umsatzbedingung für den Bonusbetrag bei 35-mal innert 30 Tagen. Die 200 Freispiele selbst unterliegen dort keiner Umsatzbedingung, was sie zu einem der wenigen wirklich freien Angebote macht. Aber 72 Stunden sind kein langer Zeitraum.
Die Konsequenz: 100 Freispiele ohne Einzahlung im strikten Sinne sind im Schweizer Markt kaum zu finden. Die meisten Anbieter koppeln die Spins an eine Mindesteinzahlung oder an ein Bonusgeld, das selbst umgesetzt werden muss. Die Drehungen sind oft auf wenige Titel beschränkt (etwa Book of Dead oder ähnliche Slots des Anbieters), die Frist, in der sie genutzt werden müssen, ist kurz, und der Gewinn ist häufig an eine Maximalauszahlung gebunden, die das Kleingedruckte regelt. Selbst bei Mycasino.ch, wo die Drehungen keiner Umsatzbedingung unterliegen, sind sie 72 Stunden gültig und decken einen Nennwert von 20 Franken (200 × 0.10 CHF).
Das grundlegende Prinzip. Das Casino hat immer einen Vorteil, das gehört zur Geschäftsgrundlage. Bei einem typischen Slot mit 96 Prozent Auszahlungsquote verliert die Spielbank langfristig 4 Prozent des Einsatzes, und die Spins sind genau kalkulierte Werbung, kein Geschenk. Wer 100 Drehungen zu 10 Rappen erhält, spielt effektiv einen Einsatz von 10 Franken, der vom Anbieter vorgestreckt wird. Was die Spielerin oder der Spieler danach gewinnt, ist statistisch weniger als 10 Franken, im Durchschnitt 9.60 Franken, im Einzelfall deutlich weniger, im glücklichen Einzelfall mehr. Der Unterschied zwischen «Gratisangebot» und «erstem eigenem Einsatz» ist am Ende kleiner, als die Werbung suggeriert.
Wie lange es dauert, einen Bonus freizuspielen
Die Zeit, die ein Bonus kostet, ist eine Frage der Mechanik. Eine angenommene Spielrunde dauert rund fünf Sekunden: Einsatz, Walzen, Auszahlung, neuer Einsatz. Wer mit einer Umsatzbedingung von 30-mal bei einem Bonus von 100 Franken und einem Einsatz von 1 Franken pro Spin konfrontiert ist, muss 3’000 Spins absolvieren. Bei 5 Sekunden pro Spin sind das 15’000 Sekunden, also 4 Stunden und 10 Minuten reiner Spielzeit. Setzt jemand 50 Rappen pro Runde ein, verdoppelt sich die Anzahl der Spins, und 8 Stunden und 20 Minuten stehen auf dem Zähler, wenn der Bonus freigespielt werden soll.
Wer 35-mal umsetzen muss, hat bei 100 Franken Bonus 3’500 Spins zu leisten, das sind bei 5 Sekunden pro Spin rund 4 Stunden und 50 Minuten, bei kleineren Einsätzen entsprechend mehr. Der Wert bewegt sich also, je nach Einsatzhöhe, zwischen etwa vier und knapp zehn Stunden, und diese Stunden sind echte Spielzeit, in der jeder Spin mit einem Verlust von im Mittel vier Prozent verbunden ist, weil das Spiel seine Auszahlungsquote nicht danach unterscheidet, ob der Einsatz aus eigener Tasche oder aus Bonusgeld stammt.
Diese Rechnung hat eine Bedingung, die nicht jeder Anbieter garantiert: dass die Slots, auf denen der Bonus gilt, eine vergleichbare Auszahlungsquote haben und dass nicht jedes Spiel gleich zum Erreichen der Umsatzbedingung zählt. Bei Jackpots zählen Slots 100 Prozent, Tischspiele 10 Prozent (was das 300-fache bei einem Tischspiel erklärt). Wer also den falschen Spieltyp wählt, kann sich die Aufgabe um ein Vielfaches erschweren.
Zehn Schweizer Online-Casinos im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt die zehn ESBK-lizenzierten Anbieter, ihre terrestrische Herkunft und das Datum der Online-Erweiterung. Keiner dieser Anbieter wirbt aktiv mit einem «100 Freispiele ohne Einzahlung»-Paket im klassischen Sinn ohne jede Vorleistung; die meisten koppeln die Spins an eine Mindesteinzahlung, einen Willkommensbonus oder beides.
| Anbieter | Landbasierte Spielbank dahinter | Online seit | Bonusunterstützung |
|---|---|---|---|
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | Willkommenspaket mit 200 Freespins, an Mindesteinzahlung von 100 Franken gebunden, 30-fache Umsatzbedingung auf Boni an Slots |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | 100 % bis 300 Franken plus 200 Freispiele (à 10 Rp., keine Umsatzbedingung, 72 h gültig), ab 10 Franken Einzahlung |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon (Swiss Casinos) | 02.09.2019 | — |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | — |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | — |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | — |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | — |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | — |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | — |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | — |
Die Tabelle zeigt klar: Nur zwei der zehn Anbieter publizieren derzeit überhaupt nennenswerte Freespin-Pakete in ihren Willkommensangeboten, und beide sind an Bedingungen geknüpft. Das ist nicht zufällig, sondern entspricht der Regulierung, die Werbung mit aufdringlichen Versprechen einschränkt. Wer ein umfassendes Freispielangebot ohne Einzahlung sucht, hat in der Schweiz zwei grosse Plattformen mit klar definierten Regeln und acht kleinere, deren Boni fallweise kommuniziert werden.
Freespin-Angebote bei Jackpots.ch und Mycasino.ch
Die beiden Anbieter mit den dokumentierten Freespin-Paketen verdienen eine genauere Betrachtung, denn ihre Angebote folgen unterschiedlichen Logiken.
Jackpots.ch: 200 Freespins im Willkommenspaket
Jackpots.ch (oder Jackpots) ist die konzessionierte Online-Erweiterung des Grand Casino Baden und seit Juli 2019 online. Das Willkommensangebot erstreckt sich auf die ersten vier Einzahlungen und beläuft sich auf maximal 2’200 Franken Bonus sowie 200 Freespins. Die erste Einzahlung wird zu 100 Prozent bis 700 Franken verdoppelt. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von 100 Franken vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar.
Die Umsatzbedingung für den Bonusbetrag beträgt das 30-Fache an Spielautomaten und das 300-fache an Tischspielen, mit einer Frist von einem Monat. Wer 700 Franken Bonus auf der ersten Einzahlung holt, müsste an Slots 21’000 Franken Einsatz bewegen, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei Tischspielen wäre das Zehnfache nötig.
Die Vorteile: Mit über 2’500 Spielen und einem Live-Casino-Angebot von Anbietern wie Evolution und Pragmatic Play ist die Auswahl gross. Das Willkommenspaket gehört zu den umfangreicheren im Markt. Bei Auszahlungen fallen für TWINT keine Zusatzgebühren an, und die TWINT-Zahlung wird sofort verarbeitet.
Die Schranken: Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf Schweizer Bank- oder Postkonten, die auf den eigenen Namen lauten. Kreditkarten und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Methode und braucht ein bis zwei Werktage bis zur Verfügbarkeit. Wer den Bonus holt und ihn nicht innerhalb eines Monats umsetzt, verliert ihn. Die 200 Freespins selbst kommen erst ab 100 Franken Mindesteinzahlung, sind also kein einzahlungsfreies Angebot.
Mycasino.ch: 200 Freispiele ohne Umsatzbedingung
Mycasino ist die Online-Erweiterung des Grand Casino Luzern und die älteste Schweizer Online-Marke, online seit August 2019. Das Willkommensangebot ist einfacher gestrickt: 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis 300 Franken plus 200 Freispiele. Aktiviert wird es durch eine Mindesteinzahlung von 10 Franken innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung.
Der Bonusbetrag muss innert 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden. Das ist eine Ecke strenger als die 30-fache Vorgabe bei Jackpots.ch. Bei 300 Franken Bonus wären das 10’500 Franken Einsatz an Slots.
Der auffällige Unterschied: Die 200 Freispiele unterliegen keiner Umsatzbedingung. Was aus den Drehungen herauskommt, ist auszahlbar, ohne dass es nochmals durch den Wagering-Multiplikator müsste. Allerdings sind die Spins je 10 Rappen wert und 72 Stunden nach Erhalt gültig, was den effektiven Gesamtwert auf 20 Franken begrenzt und das Zeitfenster eng setzt.
Das Angebot zählt über 3’000 Spiele, das Live-Casino wird von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming bestückt. Mycasino erhebt weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren, der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei 10 Franken; bei kleinerem Guthaben wird vollständig ausgezahlen. Auszahlungen dauern ein bis drei Werktage, abhängig von Wochentag und Bank.
Was die beiden Angebote wirklich unterscheidet
Jackpots bietet das grössere Volumen. 2’200 Franken Bonuskapazität über vier Einzahlungen, 200 Freespins an Slots, ein grösseres Live-Casino-Programm. Der Haken: Die 100 Franken Mindesteinzahlung, um überhaupt an die Spins zu kommen, und die 30-fache Umsatzbedingung auf den Bonus.
Mycasino bietet das einfachere Angebot. 300 Franken plus 200 Freispiele mit 10 Franken Mindesteinzahlung, keine Wagering-Pflicht auf den Spins. Der Haken: Die Spins sind nur 72 Stunden gültig, und der Bonusbetrag muss 35-mal umgesetzt werden.
Wessen Budget kleiner ist und wer ohnehin nur kurz testen will, für den ist Mycasino.ch die unkompliziertere Wahl. Wessen Budget grösser ist und wer eine breitere Plattform mit mehr Spielen sucht, für den ist Jackpots.ch eher gebaut. Beide haben denselben regulatorischen Rahmen, beide nehmen nur Schweizer Zahlungsmittel an, beide setzen Identitätsprüfung und vollen Spielerschutz voraus.
Zahlungsmethoden und Auszahlungswege
Die Schweizer Lizenzstruktur beschränkt die Zahlungsmittel auf lokale Schienen. Kryptowährungen werden von keinem ESBK-Anbieter offeriert.
Einzahlungsmethoden. Die meisten Anbieter akzeptieren TWINT, Visa/Mastercard, PostFinance, Apple Pay und paysafecard. Hinzu kommen je nach Anbieter Skrill, Neteller und Banküberweisung. Die Mindesteinzahlung liegt fast überall bei 10 Franken. Bei 7melons ist das PostFinance-Maximum 100’000 Franken, was für High Roller relevant wird. Bei Swiss4win und Jackpots werden TWINT-Einzahlungen sofort verbucht und ohne Zusatzgebühren verarbeitet.
Auszahlungswege. Hier sind die Freiheiten kleiner. Bei Jackpots gehen Auszahlungen ausschliesslich auf Schweizer Bank- oder Postkonten, die auf den eigenen Namen lauten, Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Bei Mycasino.ch ist der Mindestauszahlungsbetrag 10 Franken, bei Pasino.ch sogar 0.01 Franken. Auszahlungsdauer: Mycasino spricht von ein bis drei Werktagen, Jackpots.ch nennt die Banküberweisung als langsamste Methode mit ein bis zwei Werktagen.
Die steuerliche Seite: Bis zur Freigrenze steuerfrei
Wer an einem ESBK-lizenzierten Anbieter spielt, hat einen erheblichen steuerlichen Vorteil: Gewinne sind bis zur Freigrenze von rund einer Million Franken steuerfrei. Genau liegt die Grenze bei rund 1.07 Millionen Franken für 2026, weil der Betrag indexiert ist. Wer mehr gewinnt, zahlt auf den Übersteigenden Betrag 35 Prozent Verrechnungssteuer (Art. 24 lit. ibis DBG).
Diese Steuerfreiheit gilt nur für Gewinne aus Schweizer lizenzierten Angeboten. Bei ausländischen Anbietern ist jeder Gewinn ab dem ersten Franken steuerpflichtig, weil keine Schweizer Verrechnungssteuer abgeführt wurde. Die Differenz ist für jemanden, der gelegentlich spielt, eher theoretisch. Wer aber einen grösseren Gewinn auf einem ausländischen Anbieter erzielt, zahlt darauf Einkommenssteuer, was bei einem fünfstelligen Betrag schnell vierstellige Steuerbeträge bedeuten kann.
Wie der Vergleich mit der Leseerwartung steht
Die typische Vorstellung von 100 Freispielen ohne Einzahlung ist die eines Geschenks: Der Anbieter belohnt die Registrierung, die Spielerin oder der Spieler dreht kostenlos, was an Gewinnen herauskommt, ist auszahlbar. In der Schweiz hält diese Vorstellung der Realität nur teilweise stand.
Was an dem Versprechen stimmt: Die Drehungen selbst sind gratis in dem Sinne, dass kein eigenes Geld eingesetzt wird, um sie auszulösen. Sie sind nicht an eine Einzahlung gebunden, wenn der Anbieter sie als Registrierungsprämie kommuniziert. Was aus den Spins herauskommt, ist grundsätzlich auszahlbar.
Was an dem Versprechen nicht stimmt: Die Spins haben fast immer eine Bedingung, sei es eine Umsatzanforderung, eine Frist oder eine Maximalauszahlung. Die zwei Anbieter mit dokumentierten Freespin-Paketen, Jackpots.ch und Mycasino.ch, sind beide keine «gratis»-Angebote im strengen Sinn, sondern an eine Mindesteinzahlung gekoppelt. Die Auszahlungsquoten der relevanten Slots liegen im Bereich von 94 bis 97 Prozent, was bedeutet, dass von 100 eingesetzten Franken langfristig etwa 4 bis 6 Franken beim Anbieter bleiben. Bei einem Freispielpaket von 20 Franken Nennwert (200 × 0.10 CHF) ist der statistische Erwartungswert schon vor jeder Umsatzbedingung bei rund 19.20 Franken.
Die Lizenz ist kein Bonus, sondern eine Schranke. Sie schützt davor, dass ausländische Anbieter ohne Schweizer Aufsicht auf den Markt drängen, aber sie beschränkt auch das Angebot, das hier verfügbar ist. Wer «100 Freispiele ohne Einzahlung» in Werbung liest, sollte verstehen, dass die Zahl sich auf das Werbeversprechen bezieht, nicht auf das, was bei sorgfältigem Lesen der Bonusbedingungen übrig bleibt.
Fazit: Was das Angebot tatsächlich kostet
Hundert Gratisdrehungen ohne eigenen Einsatz klingen nach geschenktem Geld, sind in der Schweiz aber ein scharf reguliertes Produkt. Nur zehn Anbieter dürfen überhaupt solche Pakete an Spielerinnen und Spieler mit Wohnsitz in der Schweiz ausschreiben, und die Regeln, unter denen ein Gewinn aus diesen Drehungen tatsächlich ausgezahlt wird, sind härter, als die Werbung es vermuten lässt. Diese Analyse nimmt die Funktionsweise, die rechtlichen Schranken und die konkreten Angebote auseinander und zeigt, was von einem «gratis» wirkenden Freispielpaket am Ende übrig bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Schweizer Anbieter dürfen 100 Freispiele ohne Einzahlung überhaupt legal ausschreiben?
Nur die zehn Online-Casinos, deren landbasierte Spielbank eine ESBK-Konzession hat, dürfen in der Schweiz solche Angebote machen: Jackpots.ch, Mycasino, Swisscasinos, Casino777, StarVegas, 7melons, Pasino, Swiss4Win, Admiral und Casineo. Ausländische Marken bedienen den Schweizer Markt ohne Konzession und sind nicht legal; die ESBK führt eine Sperrliste und blockiert DNS-seitig.
Welches Land-Casino steht hinter einem Online-Angebot mit einem solchen Freispielpaket?
Jede Online-Marke ist die Erweiterung einer terrestrischen Spielbank. Jackpots gehört zum Grand Casino Baden, Mycasino zum Grand Casino Luzern, Swisscasinos zum Casino Pfäffikon, Casino777.ch zum Casino Davos, StarVegas zum Casino Interlaken, 7melons zum Grand Casino Bern, Pasino.ch zum Casino Meyrin, Swiss4Win zum Casino Lugano, Admiral.ch zum Casino Mendrisio, Casineo zum Casino Locarno.
Wie wirkt sich eine bestehende Spielsperre auf den Anspruch auf Freispiele ohne Einzahlung aus?
Eine Spielsperre sperrt für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Wer gesperrt ist, kann kein Konto für ein Freispielangebot eröffnen beziehungsweise es nicht aktivieren. Die Sperre wird frühestens nach drei Monaten und nur auf Antrag aufgehoben, wenn der Sperrgrund entfällt.
Welche Einzahlungslimiten lassen sich vor der ersten Nutzung eines solchen Angebots selbst festlegen?
Alle zehn Anbieter erlauben Einzahlungs- und meist auch Verlustlimiten, die vor der ersten Einzahlung gesetzt werden. Jackpots.ch nennt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 50 Franken als Beispiel. Mycasino.ch bietet zusätzlich Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, einen Selbsttest und Spielpausen, bei Jackpots.ch sind Spielpausen zwischen 15 Minuten und 6 Monaten möglich.
Welche Umsatzbedingungen gelten für Gewinne aus 100 Freispielen ohne Einzahlung?
Das hängt vom Anbieter ab. Bei Jackpots.ch gilt das 30-fache des Bonusbetrags an Spielautomaten und das 300-fache an Tischspielen innerhalb eines Monats; die 200 Freespins selbst werden aber erst ab 100 Franken Mindesteinzahlung vergeben. Bei Mycasino.ch unterliegen die 200 Freispiele keiner Umsatzbedingung, müssen aber innert 72 Stunden genutzt werden; der separate Bonusbetrag wird 35-mal umgesetzt.
Bleiben Gewinne aus einem solchen Freispielpaket bis zur Freigrenze steuerfrei?
Ja, Gewinne aus einem ESBK-lizenzierten Online-Casino sind bis zur indexierten Freigrenze von rund 1.07 Millionen Franken für 2026 steuerfrei. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent an. Bei ausländischen Anbietern ist jeder Gewinn ab dem ersten Franken steuerpflichtig, weil keine Schweizer Verrechnungssteuer abgeführt wurde.
Geschrieben von der Redaktion „Casino Lizenz Schweiz”.
