Freie 90 Tage Qualifikationszeitraum Casino Schweiz: Was die Frist wirklich bedeutet
Wer in der Schweiz nach einem «freien 90-Tage-Qualifikationszeitraum» im Online-Casino sucht, stösst rasch auf ein Wort, das im Geldspielgesetz (BGS) gar nicht auftaucht. Es gehört in die Bonusbedingungen einzelner Anbieter und in die Spielsperre-Praxis – und genau darin liegt die Verwechslung. Die folgende Analyse ordnet diese Begriffe in die Schweizer Rechtslage ein und zeigt, was von den zehn konzessionierten Online-Spielbanken tatsächlich zu erwarten ist.

Stand: 31 Oktober 2026; geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken.
Inhaltsverzeichnis
- Was der «Qualifikationszeitraum» im Schweizer Recht überhaupt ist
- Bonusbedingungen versus Schutzfristen: der eigentliche Unterschied
- Die Rechtslage in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht
- Spielerschutz und Selbstkontrolle: was Spielerinnen und Spieler tatsächlich einstellen können
- Steuern: was von Gewinnen übrig bleibt
- Zahlungsmethoden: was die zehn konzessionierten Anbieter annehmen
- Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Überblick
- Was die einzelnen Anbieter konkret bieten
- Was der Bonus tatsächlich kostet: eine Rechnung mit der Umsatzbedingung
- Worauf bei «90 Tage Qualifikationszeitraum» zu achten ist
- Was bei einer Sperrung passiert – und warum sie nichts mit «freien 90 Tagen» zu tun hat
- Häufige Fragen zum 90-Tage-Qualifikationszeitraum in Schweizer Online-Casinos
Was der «Qualifikationszeitraum» im Schweizer Recht überhaupt ist
Das Geldspielgesetz kennt keinen pauschalen «90-Tage-Qualifikationszeitraum». Es kennt eine Spielsperre mit klar geregelten Fristen – und es kennt das Sozialkonzept, das jeder konzessionierte Anbieter betreibt. Beides ist nicht dasselbe wie ein Bonus-Countdown, gehört aber in dieselbe Familie von Schutzmechanismen.
Die Spielsperre nach Art. 81 BGS
Eine Spielsperre wird ausgesprochen, wenn ein Spieler oder eine Spielerin sie selbst beantragt (freiwillige Spielsperre), wenn das Sozialkonzept Anzeichen für problematisches Spiel erkennt, oder wenn die finanziellen Verhältnisse nicht nachgewiesen werden können. Die Sperre gilt schweizweit über alle konzessionierten Spielbankenspiele – online wie land-based – und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Grund, der zur Sperre führte, nicht mehr besteht.
Drei Monate – 90 Tage – sind also die Mindestfrist bis zur frühestmöglichen Aufhebung einer freiwilligen Spielsperre, nicht ein «freier» Zeitraum, in dem beliebig gespielt werden darf. Wer «freie 90 Tage Qualifikationszeitraum» liest und an einen Bonus denkt, hat es mit Anbieterbedingungen zu tun, nicht mit dem Gesetz.
Das Sozialkonzept nach Art. 84 BGS
Jede konzessionierte Spielbank betreibt ein Sozialkonzept: Schulung des Personals, Beobachtung des Spielverhaltens, Identifikation gefährdeter Personen und – wenn nötig – der Anstoss einer Spielsperre. Für Spielerinnen und Spieler, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, müssen die Anbieter einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einfordern. Wer die Unterlagen nicht bringt oder wessen Verhältnisse nicht ausreichen, wird gesperrt. Es gibt hier keinen fixen Schwellenwert in Franken, sondern eine Einzelfallprüfung; die Schwelle wird vom Anbieter im Rahmen seines bewilligten Sozialkonzepts festgelegt.
Das ist der Punkt, an dem «Qualifikationszeitraum» und Sozialkonzept zusammenfallen: Wer als «Hochrisiko-Spieler» eingestuft wird, bekommt nicht automatisch eine Sperre, sondern zuerst eine Phase, in der Einsätze und Verluste geprüft werden. Diese Phase ist anbieterspezifisch – nicht im Gesetz geregelt.
Bonusbedingungen versus Schutzfristen: der eigentliche Unterschied
Ein Willkommensbonus trägt in seinen Bedingungen praktisch immer einen eigenen Zeitraum. Bei Jackpots.ch sind 30 Tage Umsatzfrist Standard; bei Mycasino.ch sind es ebenfalls 30 Tage ab Aktivierung des Bonus. Diese «Qualifikationszeiträume» sind Vertragsfristen, keine Schutzfristen. Wer den Umsatz nicht innerhalb der Frist erfüllt, verliert Bonus und daraus entstandene Gewinne.
Die 90-Tage-Frist der Spielsperre gehört in eine andere Kategorie. Sie ist eine Schutzfrist: Sie schützt den Spieler davor, sich selbst zu widerrufen, bevor die Sperre psychologisch und finanziell greift. Marketing-Logik und Schutz-Logik reden im Alltag oft in denselben Worten, meinen aber sehr Unterschiedliches.
| Begriff | Was er meint | Wer setzt ihn | Konsequenz bei Verstoss |
|---|---|---|---|
| Qualifikationszeitraum (Bonus) | Frist, innert der ein Bonus umgesetzt werden muss | Anbieter (AGB) | Bonus und Bonusgewinne verfallen |
| Mindestfrist Spielsperre | 3 Monate bis zur frühestmöglichen Aufhebung | Bundesrecht (Art. 81 BGS) | Sperre bleibt aktiv |
| Sozialkonzept-Prüfung | Anbieterbeobachtung bei hohem Spielvolumen | Anbieter (Sozialkonzept) | Mögliche Sperre bei fehlendem Einkommensnachweis |
| Spielpause | Freiwillige Pause, frei wählbar | Spieler selbst | Kein Zugriff aufs Konto während Pause |
Die Tabelle ordnet die Begriffe nach ihrer Funktion, nicht nach ihrer Dauer. Genau dort beginnen die meisten Missverständnisse: Wenn eine Plattform «90 Tage Qualifikationszeitraum» bewirbt, muss die Frage lauten, welche Frist gemeint ist – die Bonusfrist (vertraglich, einseitig kürzbar) oder die Schutzfrist (gesetzlich, einseitig nicht verkürzbar).
Die Rechtslage in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht
Online-Casino-Spiele sind in der Schweiz seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 nur konzessionierten Anbietern erlaubt. Eine eigene Online-Lizenz gibt es nicht – die Online-Konzession ist immer die Erweiterung einer bestehenden Land-Konzession. Wer in der Schweiz ein Online-Casino betreiben will, muss zuerst eine landbasierte Spielbank führen und vom Bund eine Erweiterung dieser Konzession erhalten.

Die Aufsicht teilen sich zwei Behörden. Die ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) beaufsichtigt die Spielbanken und ihre Online-Ableger. Gespa (bis 2020 Comlot) beaufsichtigt Lotterien und Sportwetten. Wer bei einem Schweizer Online-Casino spielt, spielt unter ESBK-Aufsicht; wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Konzession spielt, spielt ausserhalb dieses Schutzes – und riskiert, dass die Seite auf der Sperrliste landet und via DNS gesperrt wird (Art. 86 BGS).
Für die Spielerinnen und Spieler heisst das: Wer bei einem der zehn konzessionierten Anbieter spielt, hat klare Rechte – Auszahlung auf ein Schweizer Konto, Sozialkonzept, Spielsperre, Beschwerdemöglichkeit bei der ESBK. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keines davon. Die ESBK stellt klar, dass sie Spielende nicht verfolgt – aber es gibt keinen Schweizer Schutz, wenn etwas schiefgeht.
Werbung und Bonus: was erlaubt ist
Artikel 74 BGS regelt die Werbung: Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, keine Minderjährigen oder gesperrten Personen ansprechen, und keine unlizenzierten Spiele bewerben. Ein numerisches Bonuscap gibt es nicht; was es gibt, ist eine inhaltliche Schranke. Wer bei einem Schweizer Anbieter einen Bonus sieht, sieht einen, der im Rahmen dieser Regeln beworben wurde. «Bis zu CHF 2’200.–» auf einer konzessionierten Seite ist keine Phrase aus dem Ausland – sie ist Ausdruck einer bewilligten Werbelinie.
Spielerschutz und Selbstkontrolle: was Spielerinnen und Spieler tatsächlich einstellen können
Die konzessionierten Anbieter müssen mindestens diese Werkzeuge anbieten:

- Einzahlungslimit: monatlich, wöchentlich oder täglich, frei wählbar (CHF-Betrag). Beispiel: Jackpots.ch erlaubt ein wöchentliches Limit von CHF 50.– oder jeden anderen selbstgewählten Betrag.
- Verlustlimit: deckelt den Bruttoverlust innerhalb einer Periode.
- Sitzungs- oder Zeiterinnerung: Hinweis nach X Spielminuten.
- Spielpause: frei wählbar zwischen 15 Minuten und maximal 6 Monaten, wahlweise für alle Angebote oder nur für einzelne Kategorien.
- Freiwillige Spielsperre: beantragt beim Anbieter, gilt schweizweit, Aufhebung frühestens nach drei Monaten.
Bei Mycasino.ch erfordert die Beantragung einer freiwilligen Spielsperre eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweises – Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis. Das ist kein Bonus-Hindernis, sondern Identitätspflicht: Anonym spielen ist in der Schweiz nicht möglich. Wer das nicht will, ist bei einem Schweizer Anbieter systematisch falsch.
Der Selbsttest, den Mycasino.ch anbietet, ist eine kurze Selbsteinschätzung; er ersetzt keine fachliche Diagnose, gibt aber einen ersten Hinweis darauf, ob das eigene Spielverhalten in den problematischen Bereich rutscht. Bei Verdacht auf Spielsucht verweisen alle Anbieter auf die gleiche Anlaufstelle: die Fachstellen der Kantone und die nationale Plattform «Sucht Schweiz».
Steuern: was von Gewinnen übrig bleibt
Ein Gewinn aus einem Schweizer Online-Casino ist bis CHF 1’000’000 steuerfrei – indexiert entspricht das für 2026 rund CHF 1,07 Mio. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den Mehrbetrag an (Art. 24 lit. ibis DBG). Diese Schwelle ist für die allermeisten Spielerinnen und Spieler kein Thema: Sie kommt erst ins Spiel, wenn ein Jackpot oder ein über mehrere Monate kumulierter Gewinn die Grenze überschreitet.
Gewinne aus unlizenzierten ausländischen Casinos sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Wer also bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat zwei Nachteile: keinen Schweizer Schutz und die Steuerpflicht ab Franken 1. Der Hausvorteil unterscheidet sich nicht grundlegend von einem Schweizer Anbieter – der Schutz aber sehr wohl.
Zahlungsmethoden: was die zehn konzessionierten Anbieter annehmen
Die Zahlungsabwicklung folgt den lokalen Schienen. Krypto ist bei ESBK-konzessionierten Anbietern praktisch nicht vorhanden; wer mit Bitcoin oder Ether einzahlen will, ist auf einer ausländischen Seite – und damit wieder ausserhalb des Schweizer Schutzes.
Kreditkarten, TWINT und PostFinance gehören zum Standard. Paysafecard ist verbreitet, aber nicht überall. Banküberweisung ist bei Auszahlungen die langsamste Methode (1–2 Werktage bei Jackpots.ch), aber bei Einzahlungen kostenlos und universell verfügbar. Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei CHF 10.–. Die Mindestauszahlung ebenfalls – Mycasino.ch nennt CHF 10.–, liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden. Bei Pasino.ch liegt die Mindestauszahlung gar bei CHF 0.01.
| Anbieter | Mindesteinzahlung | Mindestauszahlung | Gebühren Einzahlung | TWINT | PostFinance |
|---|---|---|---|---|---|
| Mycasino.ch | k. A. | CHF 10.– | keine | ja | k. A. |
| Admiral.ch | k. A. | k. A. | k. A. | ja | k. A. |
| Casino777.ch | k. A. | k. A. | keine | ja | ja |
| Starvegas.ch | CHF 10.– | k. A. | k. A. | ja | ja |
| Swiss Casinos | k. A. | k. A. | keine | ja | ja |
| Casineo.ch | CHF 10.– | k. A. | k. A. | ja | ja |
| Pasino.ch | CHF 10.– | CHF 0.01 | k. A. | ja | ja |
| Jackpots.ch | k. A. | k. A. | keine (TWINT) | ja | ja |
| Swiss4win.ch | CHF 10.– | k. A. | keine (TWINT) | ja | k. A. |
| 7melons | CHF 10.– | k. A. | k. A. | ja | ja |
Eine Zelle mit «k. A.» heisst: In den konsultierten Unterlagen des Anbieters ist die Angabe nicht eindeutig. Wer sie braucht, prüft sie direkt im Kassenbereich nach der Registrierung.
Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Überblick
Die ESBK-Liste vom 17. März 2026 führt exakt zehn Online-Spielbanken. Jede ist die Online-Erweiterung einer landbasierten Spielbank mit eidgenössischer Konzession. Die Reihenfolge hier ist die der ESBK-Liste, kein Ranking und keine Empfehlung.
| Online-Casino | Landbasierte Spielbank | Online seit |
|---|---|---|
| Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 |
| Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 |
| Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 |
| Starvegas.ch | Casino Interlaken | 24.02.2020 |
| Swiss Casinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 |
| Casineo.ch | Casino Locarno | 17.03.2026 |
| Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 |
| Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 |
| Swiss4win.ch | Casino Lugano | 01.03.2021 |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 |
Was die Tabelle nicht zeigt: dass Casineo.ch mit Stichtag 17.03.2026 der jüngste Zugang ist. Wer einen Anbieter sucht, der seine Online-Plattform schon jahrelang betreibt, landet bei Jackpots.ch, Mycasino.ch oder Swiss Casinos – alle vier mit über sechs Jahren Betrieb unter ESBK-Aufsicht.
Was die einzelnen Anbieter konkret bieten
Im Folgenden die zehn Anbieter mit ihren Eckwerten. Die Beschreibungen stützen sich auf die konsultierten AGB- und Hilfeseiten; sie sind keine Empfehlung.
Mycasino.ch
Mycasino.ch ist die Online-Erweiterung des Grand Casino Luzern und seit August 2019 online. Neukunden erhalten einen Willkommensbonus von 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.– plus 200 Freispiele; die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.– erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Das Spielangebot umfasst über 3’000 Titel; das Live-Casino wird unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Ein- und Auszahlungen sind gebührenfrei; Auszahlungen dauern in der Regel 1–3 Werktage, abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Bank. Bei der Beantragung einer freiwilligen Spielsperre wird eine Ausweiskopie verlangt. Für Spieler, die einen grosszügigen Bonusrahmen mit überschaubarer Umsatzfrist schätzen, ist Mycasino.ch die kompakteste Wahl; für Spieler, die bei der Spielsperre keinen Ausweis hochladen wollen, ist es die falsche Adresse.
Admiral.ch
Admiral.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Mendrisio und seit Juli 2025 online – der zweitjüngste Anbieter im Feld. Akzeptiert werden Visa, Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint. Konkrete Bonus- oder Mindestangaben waren in den konsultierten Unterlagen nicht eindeutig zu beziffern.
Der Wert von Admiral.ch liegt in der Frische: Wer einen Anbieter sucht, der seine Online-Plattform erst seit kurzem betreibt, findet hier ein junges Produkt unter ESBK-Aufsicht. Wer dagegen auf jahrelange AGB-Erfahrung und ein eingespieltes Sozialkonzept Wert legt, ist bei einem der älteren Anbieter besser aufgehoben.
Casino777.ch
Casino777.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Davos und seit September 2019 online. Akzeptiert werden Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung; für Einzahlungen erhebt Casino777.ch keine Gebühren. Das ist im Feld eher die Ausnahme – viele Anbieter schweigen sich zu Einzahlungsgebühren aus, was praktisch heisst, dass sie welche erheben könnten. Die explizite Gebührenfreiheit gibt Casino777.ch ein kleines, aber konkretes Argument im Vergleich.
Starvegas.ch
Starvegas.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Interlaken und seit Februar 2020 online. Akzeptiert werden Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard. Die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.–. Die breite Palette an E-Wallets (Skrill, Neteller) macht Starvegas.ch zur Adresse für Spielerinnen und Spieler, die ein E-Wallet-Konto bevorzugen.
Swiss Casinos (Swisscasinos.ch)
Swiss Casinos ist die Online-Erweiterung des Casino Pfäffikon und seit September 2019 online. Akzeptiert werden Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Diners Club und Discover sind eine Rarität im Feld – wer eine dieser Karten besitzt, hat hier die einzige Schweizer Option.
Casineo.ch
Casineo.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Locarno und seit dem 17. März 2026 online – der jüngste Anbieter im Feld. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Zahlungsmethoden CHF 10.–; akzeptiert werden TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Ein Anbieter, der seine Plattform gerade erst unter ESBK-Aufsicht gestellt hat, ist mit Vorsicht zu geniessen: Die AGB sind noch jung, die Auszahlungsprozesse noch nicht über Jahre eingespielt. Wer einen neuen Anbieter ausprobieren möchte, findet hier den neuesten Einstieg.
Pasino.ch
Pasino.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Meyrin und seit November 2020 online. Akzeptiert werden Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen. Die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.–, die Mindestauszahlung bei CHF 0.01. Letzteres ist bemerkenswert: Wer ein kleines Restguthaben auszahlen will, bekommt es bei Pasino.ch ohne die CHF-10.–-Hürde, die bei anderen Anbietern gilt.
Jackpots.ch
Jackpots.ch ist die Online-Erweiterung des Grand Casino Baden und seit Juli 2019 online – der älteste Anbieter im Feld. Neukunden erhalten auf die ersten vier Einzahlungen einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200.– sowie 200 Freespins; die erste Einzahlung wird zu 100 % bis CHF 700.– verdoppelt. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.– vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb von standardmässig 1 Monat. Das Spielangebot umfasst über 2’500 Titel; das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert.
Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode (1–2 Werktage). Einzahlungslimits können frei gewählt werden, ebenso Spielpausen zwischen 15 Minuten und maximal 6 Monaten. Die bei Jackpots.ch beantragte Spielsperre gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein.
Das Willkommenspaket von Jackpots.ch ist im Feld das umfangreichste – aber nur, wenn man vier Einzahlungen in Folge macht und die Freespins-Bedingung (Mindesteinzahlung CHF 100.–) erfüllt. Die 300-fache Umsatzbedingung bei Tischspielen ist prohibitiv; wer ernsthaft Bonusgeld auf Roulette oder Blackjack setzen will, ist hier auf das 30-fache bei Slots reduziert. Für Slot-Spieler ist Jackpots.ch die grosszügigste Adresse; für Tischspiel-Fans ist sie ungeeignet.
Swiss4win.ch
Swiss4win.ch ist die Online-Erweiterung des Casino Lugano und seit März 2021 online. TWINT-Einzahlungen sind ab einem Mindestbetrag von CHF 10.– ohne Zusatzgebühren möglich; die Gutschrift erfolgt sofort nach Bestätigung in der TWINT-App. Für Spieler, die TWINT als primäre Zahlungsmethode nutzen, ist das eine saubere, gebührenfreie Lösung.
7melons
7melons ist die Online-Erweiterung des Grand Casino Bern und seit September 2020 online. Akzeptiert werden TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard; der Mindestbetrag liegt bei CHF 10.–. Bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000.– – eine grosszügige Obergrenze, die im Feld ihresgleichen sucht. Für High-Roller, die mit grossen Einzahlungen über PostFinance spielen, ist 7melons die einzige Schweizer Adresse mit einer klar dokumentierten Höchstgrenze in dieser Höhe.
Was der Bonus tatsächlich kostet: eine Rechnung mit der Umsatzbedingung
Ein Willkommensbonus sieht auf den ersten Blick nach geschenktem Geld aus. In Wirklichkeit ist er ein Vertrag: Der Anbieter schenkt X Franken, verlangt aber, dass X mit einem bestimmten Multiplikator umgesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Frage ist nicht, ob der Bonus «es wert ist», sondern wie viele Runden er den Spieler kostet, bis er freigespielt ist – und welcher reale Verlust während dieser Runden anfällt.
Beispiel: Mycasino.ch Willkommensbonus
Bei Mycasino.ch beträgt der Bonus 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.–, mit einer 35-fachen Umsatzbedingung innert 30 Tagen. Wer den Maximalbetrag von CHF 300.– Bonus auslöst und auf Spielautomaten mit einem angenommenen Einsatz von CHF 1.– pro Spin spielt, muss CHF 10’500.– durchsetzen (300 × 35), was bei CHF 1.– pro Spin 10’500 Spins entspricht. Bei einem durchschnittlichen Spielabstand von 5 Sekunden pro Spin sind das rund 14,6 Stunden reiner Spielzeit – verteilt auf 30 Tage, also etwa eine halbe Stunde pro Tag.
Diese Spanne ist die Bandbreite, in der sich ein Bonus klar bewegt: zwischen 10’000 und 15’000 Spins auf Slots mit mittlerem Einsatz. Wer mit kleinerem Einsatz spielt, braucht mehr Runden; wer mit höherem spielt, braucht weniger – vorausgesetzt, der Anbieter lässt den Einsatz unbegrenzt zu.
Was das in Franken kostet
Bei Spielautomaten mit einem typischen RTP von 95 % bedeutet ein Umsatz von CHF 10’500.– einen erwarteten Verlust von rund CHF 525.– (10’500 × 0,05). Das ist der statistische Mittelwert über viele Spieler und viele Runden; ein einzelner Spieler kann mehr oder weniger verlieren. Wer den Bonus von CHF 300.– «mitnimmt», zahlt im Mittel also etwa CHF 525.– aus eigener Tasche, bevor er den Bonus als auszahlbares Geld sieht. Das ist der Preis des Bonus – nicht der Bonus selbst.
Für Jackpots.ch sieht die Rechnung bei maximalem Slot-Bonus (CHF 700.–) und 30-facher Umsatzbedingung ähnlich aus: 21’000 CHF Umsatz, 21’000 Spins bei CHF 1.– Einsatz, etwa 29 Stunden Spielzeit, erwarteter Verlust rund CHF 1’050.–. Die Proportionen bleiben: Bonusgrösse mal Umsatzfaktor mal Hausvorteil.
Die Rechnung gilt nur für Spielautomaten. Die 300-fache Umsatzbedingung bei Tischspielen macht jeden Bonus auf Roulette oder Blackjack wirtschaftlich sinnlos – ein 300-facher Umsatz auf CHF 300.– Bonus bedeutet CHF 90’000.– Umsatz allein für den Bonus, was bei jedem Hausvorteil von 1–2 % einen erwarteten Verlust von CHF 900.– bis CHF 1’800.– erzeugt, bevor das Bonusgeld überhaupt auszahlbar wird.
Worauf bei «90 Tage Qualifikationszeitraum» zu achten ist
Wer den Begriff in einem Bonus-AGB findet, sollte vier Dinge prüfen, bevor er einzahlt:
- Welche Frist läuft? Bonusfrist (Tage ab Aktivierung) oder Spielsperre (Monate bis zur Aufhebung)? Die Verwechslung ist der häufigste Fehler.
- Welcher Umsatzfaktor gilt? 30-fach, 35-fach oder 300-fach – und auf welchen Spielen? Der Faktor entscheidet, ob der Bonus überhaupt spielbar ist.
- Welches Spiel zählt? Slots zählen fast immer zu 100 %; Tischspiele oft zu 10 % oder weniger. Wer Roulette spielt, braucht einen Bonus, der Tischspiele voll anrechnet.
- Welche Maximalgrenze gilt? Maximaler Einsatz pro Spin, maximales Auszahlungslimit aus Bonusgewinnen, maximale Bonusaktivierung – jeder dieser Caps kann den Bonus wertlos machen, wenn er nicht zur Spielweise passt.
Was bei einer Sperrung passiert – und warum sie nichts mit «freien 90 Tagen» zu tun hat
Eine Sperre tritt auf drei Wegen ein: freiwillig (Spieler beantragt sie selbst), über das Sozialkonzept (Anbieter erkennt Risiko), oder über fehlenden Einkommensnachweis. In allen drei Fällen gilt die Sperre schweizweit. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich, und sie setzt voraus, dass der Grund der Sperre nicht mehr besteht. Bei einer selbst beantragten Sperre bedeutet das in der Regel, dass ein Gespräch mit einer Fachstelle stattgefunden hat.
Wer eine Sperre umgehen will, indem er zu einem ausländischen Anbieter wechselt, verliert den Schutz – aber die Sperre selbst bleibt in der Schweizer ESBK-Liste bestehen. Das Problem ist nicht die Sperre; das Problem ist, dass das Spielen auf einer unlizenzierten Seite weder die Sperre löst noch die Sucht behandelt.
Häufige Fragen zum 90-Tage-Qualifikationszeitraum in Schweizer Online-Casinos
Ist «freie 90 Tage Qualifikationszeitraum Casino Schweiz» legal?
Der Begriff selbst ist im Geldspielgesetz nicht definiert. Was im Gesetz steht, ist die Mindestfrist von drei Monaten bis zur frühestmöglichen Aufhebung einer freiwilligen Spielsperre. Ein Casino, das einen «freien 90-Tage-Qualifikationszeitraum» bewirbt, meint damit in der Regel eine anbieterinterne Umsatzfrist für einen Bonus – nicht eine gesetzliche Schutzfrist.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Jedes ESBK-konzessionierte Online-Casino ist die Online-Erweiterung einer landbasierten Schweizer Spielbank mit eidgenössischer Konzession. Die ESBK führt eine öffentliche Liste aller konzessionierten Anbieter. Wer dort nicht auftaucht, ist nicht konzessioniert.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Die Spielsperre wird beim Anbieter beantragt (freiwillig), durch das Sozialkonzept ausgesprochen (bei Risikoindikatoren) oder durch fehlenden Einkommensnachweis ausgelöst. Sie gilt schweizweit und seit Anfang 2025 auch in Liechtenstein, sie wird zentral registriert, und ihre Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus konzessionierten Schweizer Online-Casinos sind bis CHF 1’000’000 steuerfrei (für 2026 indexiert rund CHF 1,07 Mio.); darüber fallen 35 % Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag an. Gewinne aus unlizenzierten ausländischen Casinos sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Ausländische Online-Casinos ohne Schweizer Konzession werden auf die Sperrliste gesetzt und via DNS blockiert (Art. 86 BGS). Das Anbieten von Geldspielen an Schweizer Residentinnen und Residenten ohne Konzession ist für den Betreiber strafbar; Spielende werden nicht verfolgt, spielen aber ohne Schweizer Schutz.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
Die zehn ESBK-konzessionierten Anbieter akzeptieren Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise Diners/Discover), TWINT, PostFinance, Paysafecard, Apple Pay, Banküberweisung und teilweise E-Wallets (Skrill, Neteller). Krypto ist im Feld praktisch nicht vorhanden. Die Mindesteinzahlung liegt meist bei CHF 10.–.
